Partizipationsbegleiter/in 2012

Teilnehmende Partizipationsbegleiter/in 2012 – Kleingruppenarbeit

Im Jahr 2012 fand in Schwerin die Ausbildungsreihe „Partizipationsbegleiter/in Schwerin“ statt. Der Kurs ist inzwischen abgeschlossen. Nachfolgend erfahren Sie mehr über die Kursreihe. Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Partizipationsbegleiter/innen haben, dann klicken Sie bitte hier.

19 Schweriner Fachkräfte aus der offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit nutzten den Kurs um sich weiterzubilden, zu vernetzen, gemeinsame Projekte zu planen und so die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den Schweriner Jugendeinrichtungen (und darüber hinaus) zu verankern.

Das Curriculum orientierte sich dabei an den im Rahmen der Initiative „MitWirkung!“ der Bertelsmann Stiftung entwickelten Kursen zur Ausbildung von Prozessmoderator/innen für Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesse. Dabei wurde die regionale Perspektive und die Vernetzung untereinander besonders hoch gewichtet und die trägerübergreifende Kooperation von Mitarbeiter/innen der offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit wurde durch kollegialen Austausch unterstützt.

Die Ausbildungsreihe beinhaltete folgende Bausteine:

 

Input VIPP - Visualisierung in Partizipationsprozessen

Input VIPP – Visualisierung in Partizipationsprozessen

Seminar 1 (Do 10:00 Uhr – Sa 13:00 Uhr, inkl. Übernachtungen, 21,5 Seminarstunden)

  • Kennenlernen, Ziele und Verlauf der Seminarreihe, Grundlagen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Überblick
  • ViPP – Visualisierung in Partizipationsprozessen: Grundlagen der Moderationsmethode als Visualisierungselement; Einführung in die und Erprobung der verschiedenen Formen und Techniken der Moderationsmethode
  • Einstieg in den kollegialen Austausch

 

Werteübung

Ein Ergebnis der kreativen Produktion zum Einstieg in das Thema „Werte“

Seminar 2 (Fr/Sa jeweils 9.00 Uhr – 18.00 Uhr, 15 Seminarstunden)

  • Grundlagen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen- Vertiefung
  • Praxisbeispiel „Jugendaudits“
  • Beteiligung in der Schule – rechtliche Grundlagen und Formen
  • Gruppenphasen und Spiele in Beteiligungsprojekten
  • Haltung und Werte der Partizipation, Alltagspartizipation als Werthaltung, Praxismediation und Moderator/innenrolle
  • Kollegialer Austausch

 

Was folgt auf Zukunftswerkstätten? „Entscheidungskreis“ als Möglichkeit der Konkretisierung und Auswahl umsetzbarer Ideen.

Seminar 3 (Fr/Sa jeweils 9.00 Uhr – 18.00 Uhr, 15 Seminarstunden)

  • Die „Zukunftswerkstatt“ als zentralen Bestandteil der „Beteiligungsspirale“ kennen lernen und praktisch erproben
  • Was folgt auf Zukunftswerkstätten – Planungszirkel konzipieren und durchführen
  • Praktische Beispiele – Zukunftswerkstätten in unterschiedlichen Kontexten und mit verschiedenen Zielgruppen
  • Kollegialer Austausch

 

Kollegialer Austausch zur Konzeptentwicklung von Partizipationsprojekten

Seminar 4 (Fr/Sa jeweils 9.00 Uhr – 18.00 Uhr, 15 Seminarstunden)

  • Projektphasen und Projektplanung
  • Finanzierung von Partizipationsprojekten
  • Konzeptionsentwicklung und Zielfindung in Partizipationsprojekten
  • Dokumentation von Beteiligungsprozessen
  • Knackpunkte und „Stolpersteine“
  • Kollegialer Austausch zu eigenen Projektideen

 

Entwicklung von Fragebögen mit Hilfe von Datenerhebungssoftware

Seminar 5 (Do 10:00 Uhr – Sa 13:00 Uhr, inkl. Übernachtungen, 21,5 Seminarstunden)

  • Projekte abschließen (Evaluationsmodelle kennenlernen und erproben)
  • Öffentlichkeitsarbeit in Partizipationsprojekten
  • Kollegiale Beratung (Bildung von Koping-Gruppen für die Projektphase)
  • weitere Aktionsfelder der Partizipation; Was folgt auf Projekte? U.a.: Partizipative Jugendhilfeplanung als Gesamtstrategie

Pause zur Projektdurchführung (ca. 4 Monate) – Parallel Treffen der Koping-Gruppen und Beratung durch die Beteiligungswerkstatt des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern beim SJR Schwerin bei konkreten Fragen/Anliegen.

Teilnehmende der Partizipationsbegleiterausbildung 2012

Teilnehmende der Partizipationsbegleiterausbildung 2012

Abschlussveranstaltung: zweistündige Veranstaltung zur Präsentation der Mikroprojekte (Ausstellung) und Zertifikatsübergabe. Anschließende Feier.

Bei der Einhaltung festgelegter Bedingungen (Aktive Teilnahme, Einhaltung einer festgelegten Fehlzeitquote, Beteiligung am kollegialen Austausch, Durchführung eines „Mikroprojektes“, Dokumentation) erhielten die Teilnehmenden ein Zertifikat der Stadt Schwerin und des Schweriner Jugendrings e.V.

Kursleitende: Birgit Schwarz und Andreas Eylert

Organisiert wird die Seminarreihe vom Amt für Jugend, Schule und Sport Schwerin in Zusammenarbeit mit dem Schweriner Jugendring e.V. und der Beteiligungswerkstatt des Schweriner Jugendrings/Landesjugendrings M-V.

Als Auftakt und zur Information über die Ausbildungsreihe fand im Dezember 2011 eine Abendveranstaltung mit einem Impulsreferat durch Prof. Dr. Waldemar Stange (Leuphana Universität Lüneburg) statt. Näheres dazu finden Sie hier.

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